{"id":461,"date":"2022-04-30T09:31:19","date_gmt":"2022-04-30T07:31:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lhg-giessen.de\/?p=461"},"modified":"2022-04-30T09:31:19","modified_gmt":"2022-04-30T07:31:19","slug":"der-asta-eine-institution-zwischen-unbelehrbarkeit-und-antidemokratie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lhg-giessen.de\/?p=461","title":{"rendered":"Der AStA &#8211; Eine Institution zwischen Unbelehrbarkeit und Antidemokratie"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Studentenparlament tagte in der jetzigen Amtszeit des AStA sieben mal. Vier mal mussten dabei neue AStA-Referenten gew\u00e4hlt werden, genauso oft, wie wir uns mit Verfehlungen an die \u00d6ffentlichkeit gewandt haben. Sprich \u00f6fter als jeden zweiten Monat verst\u00f6\u00dft der AStA gegen seine eigenen Richtlinien. Diesmal entschied sich der ASta in seiner allgegenw\u00e4rtigen Weisheit dazu, erneut eine \u201ckritische Einf\u00fchrungswoche\u201d zu veranstalten. Erneut war sie wenig kritisch, au\u00dfer das stellt im heutigen Sprachgebrauch ein Synonym f\u00fcr sozialistisch dar.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zumindest gab sich der AStA M\u00fche als unbeteiligt zu gelten. Warb dann allerdings doch offensiv f\u00fcr die Veranstaltungen. Neben den Linksradikalen Veranstaltungen mit der Antifa oder Frankfurter Sozialisten, wurde auch ein so genannter Markt der M\u00f6glichkeiten angek\u00fcndigt, der nach Instagram des AStA, alle Gruppen der Hochschulpolitik vorstellen w\u00fcrde. Alle Gruppen? Nat\u00fcrlich nicht! Eingeladen wurden nur UniGr\u00fcn, SDS und die JusoHSG.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201cEs ist ein seltsamer Zufall, dass ausgerechnet die Hochschulgruppen eingeladen wurden, die den AStA stellen, noch ein viel gr\u00f6\u00dferer Zufall, dass es sich hierbei ausschlie\u00dflich um politisch Linke Gruppen handelt, perfekt wird dieser Zufall durch den Umstand, dass alle Listen der Opposition nicht eingeladen wurden.\u201d, So Jan-Lukas Gescher, Listensprecher der LHG Gie\u00dfen und f\u00fchrt aus:\u201dEs zeigt wieder eindeutig, wie auch schon bei der Diskussionsrunde vor einem Jahr: Der Gros des AStA handelt aktiv antidemokratisch, m\u00f6chte ihm unliebsame Meinungen exkludieren und sieht sich in seiner eigenen Hybris als das Ma\u00df der Dinge &#8211; Wir h\u00e4tten zumindest erwartet, dass man so tut, als w\u00fcrde einem tats\u00e4chlich etwas an den demokratischen Gepflogenheiten liegen. Auch ein Verantwortlicher konnte nicht ausfindig gemacht werden, was uns zeigt: Dem AStA geht es auch nicht darum klar Schiff zu machen, es bleibt ein Ort der Selbstprofilierung und Selbstbeweihr\u00e4ucherung.\u201d Diese Kritik wurde in der Studentenparlamentssitzung abgetan: Es handele sich nicht um ein Projekt des AStA, sondern verschiedener studentischer Gruppen der JLU. Hier wurde scheinheilig so getan, als h\u00e4tte man keinen Zusammenhang hergestellt, als w\u00e4ren die beteiligten Personen nicht Mitglieder in mehreren Organisationen, die alle hierbei mitorganisiert haben und als h\u00e4tte der AStA niemals f\u00fcr diese Veranstaltungen geworben. UniGr\u00fcn entgegnete, dass es sich hierbei ja um Veranstaltungen von ihnen und dem SDS gehandelt habe &#8211; hierbei stellt sich dann nat\u00fcrlich f\u00fcr den wachsamen Beobachter die Frage, wieso dann der AStA diese Veranstaltungen bewirbt. Offensichtlich muss sich ja die Juso Hochschulgruppe aktiv entgegen der Teilnahme an der Kommunistischen Einf\u00fchrungswoche entschieden haben. Allerdings sind die Jusos auch Teil des AStA, damit auch mitverantwortlich f\u00fcr die Bewerbung externer Projekte, also dem Versto\u00df des AStA gegen das Neutralit\u00e4tsgebot.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201cDas Trauerspiel, das der AStA betreibt nimmt kein Ende. Der SDS scheint die Linie vorzugeben, UniGr\u00fcn folgt blind dem Ruf der Sozialisten und auch wenn die Jusos sich nicht mit eigenst\u00e4ndigen Veranstaltungen beteiligt haben, so scheinen sie auch nicht in der Lage gewesen zu sein, die gr\u00fcnen und dunkelroten Feinde der Demokratie in ihre Schranken zu weisen.\u201d erkl\u00e4rt Gescher, der erg\u00e4nzt:\u201dEs zeigt wieder einmal, dass offener Diskurs, Demokratische Werte und Prinzipien hier einfach nichts bedeuten. UniGr\u00fcn und der SDS sind nicht Willens oder vermutlich auch nicht dazu f\u00e4hig, ihr eigenes Verhalten zu reflektieren, sonst w\u00fcrden sie nicht immer das Selbe tun. Aber dass sie immer das Selbe tun, zeigt, dass es ihnen noch nie um die Vertretung der Studenten ging, sondern schon immer um das Durchdr\u00fccken der eigenen Ideologie &#8211; so wahnwitzig sie auch sein mag. Wir fordern die JusoHSG, sollte ihnen denn etwas an demokratischen Werten liegen, wovon wir fest ausgehen, dazu auf diese uns\u00e4gliche Koalition zu verlassen.\u201d<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Von gef\u00e4lschten Rechenschaftsberichten, dem Versuch der Beschneidung der Redebeitr\u00e4ge von der Opposition im Studentenparlament, dem Hinwegsetzen \u00fcber Gesch\u00e4ftsordnungen und Satzungen, wie noch so viel mehr, haben wir noch gar nicht erw\u00e4hnt. Die Liste ist schier endlos, es muss endlich etwas geschehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Studentenparlament tagte in der jetzigen Amtszeit des AStA sieben mal. Vier mal mussten dabei neue AStA-Referenten gew\u00e4hlt werden, genauso oft, wie wir uns mit Verfehlungen an die \u00d6ffentlichkeit gewandt haben. Sprich \u00f6fter als jeden zweiten Monat verst\u00f6\u00dft der AStA gegen seine eigenen Richtlinien. 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